Unterwegs / On the road

NorthCape4000: Taschen-Konzept — Stauraum, Gewicht, Aero

Tom · 28.12.2025

NorthCape4000: Taschen-Konzept — Stauraum, Gewicht, Aero
Toms NC4K-Setup

Beim NorthCape4000 2026 (mein Start ab Berlin, rund 3’000 km) hängt viel davon ab, wie Stauraum aufs Rad kommt — nicht nur wie viel. Im Setup-Überblick steht was ich mitnehme; hier geht es um Hersteller-Mix, Form und Aero — und darum, ohne voll montiertes Rad in den Laden zu schleppen, Passform zu prüfen.

Leitidee: cleveres Verhältnis Stauraum zu Gewicht

Ich habe die Taschen bewusst von unterschiedlichen Herstellern zusammengestellt. Ziel war ein möglichst cleveres Verhältnis von Volumen zu Gewicht — nicht ein durchgestyltes „alles aus einer Hand“, sondern pro Position die Variante, die am ehesten zu Rahmen, Cockpit und Fahrweise passt.

Set auf einen Blick (leer, Summe der Herstellerangaben): Cyclite Aero vorn, Apidura Oberrohr- und Rahmentasche, Cyclite Satteltasche 12,9 l — 916 g Setgewicht, 24,8 l Volumen.

Papierschnittmuster an die Geometrie halten — bevor es teuer wird: Cyclite und Apidura am gleichen Rad vergleichen.

Oberrohrtasche: schmal, nach oben zulaufend — gegen „Knee rub“

Auf der Oberrohrtasche lag der Fokus auf Breite und Kontur: möglichst schmal, nach oben noch etwas schmaler zulaufend, damit die Knie im Tritt nicht dauernd ans Material reiben — trotzdem mit nutzbarem Volumen. Geworden ist Apidura Racing Long Top Tube Pack (2 l, 210 g, ca. 44 × 4,5 × 10 cm) — Cockpit-Kleinkram (Snacks, Lippenpflege, Handy …).

Rahmentasche: Volumen runter, Gewicht klein halten

Dieselben Kriterien gelten für die Rahmentasche: viel Volumen für wenig Gramm, tief im Dreieck, damit Schweres den Schwerpunkt nicht nach aussen zieht. Was konkret in die Rahmentasche kommt (u. a. Nitecore und Werkzeug), steht auch im Strom-Artikel. Geworden ist Apidura Expedition Frame Tall (5 l, 180 g, ca. 47 × 6 × 14 cm) — am 56er Roadmachine-Rahmen perfekte Passform. Papierschnittmuster von Cyclite und Apidura am Rahmen — Kollisionen mit Flaschen oder Zügen sieht man, bevor man bestellt.

Mit der Rahmentasche müssen die Trinkflaschen seitwärts entnommen werden können — die Original-BMC-Bidonhalter am Unterrohr erlauben das nicht. Stattdessen nutze ich den Downtube Storage Cover Roadmachine von BMC (Unterrohr-Deckel mit Befestigung für normale Bidonhalter). Daran sitzen höhenverschiebbare Blackburn-Halter: einer mit Entnahme nach links, einer nach rechts — so greife ich beide Flaschen nach der Montage in dieselbe Richtung. Zum Rahmen allgemein: Rad & Cockpit.

Sattelpack: nicht trivial — von der grossen Ortlieb zur Cyclite 12,9 l

Die «Arschrakete» war ebenfalls nicht schnell entschieden. Die grosse Ortlieb von Island und grössere Apidura-Sattelpacks wären mir hier zu gross und schwer. Cyclite Saddle Bag / 01 (12,9 l, 318 g, ca. 52 × 23 × 18 cm) bietet mir eine praktische Montage für Garmin Varia (Rücklicht mit Radar), ein gutes Verhältnis Volumen zu Gewicht und spürbar „sway-free“ — deshalb diese Variante.

Vorne: Cyclite Handle Bar Aero Bag — keine quer verbaute Rolle

Vorne setze ich auf Cyclite Handle Bar Aero Bag (4,9 l, 208 g, ca. 23 × 18 × 16 cm). Eine noch leichtere Aero-Alternative hätte auf dem Papier gepunktet — für mich zählen Profil und stabile Montage am Auflieger-Cockpit mehr. Auf eine quer verbaute Lenkerrolle verzichte ich aus Aero-Überlegungen — kein zusätzlicher Querschnitt im Wind.

Musette, Zurren, und was noch offen ist

Dazu packe ich die ultraleichte, kleine Apidura-Musette (rund 7 l) — winzig im Pack, montierbar z. B. unter dem Lenkervorbau, wenn ich kurz mehr Volumen brauche. Auf der Aero-Fronttasche und auf dem Sattelpack lassen sich zusätzlich noch Dinge verzurren.

Optional überlege ich, eine ultraleichte Trailrunning-Weste mitzunehmen — z. B. eine 7 l-Ausführung von Arc’teryx in Leuchtgelb — um beim Einkaufen oder unterwegs schnell Last am Körper zu tragen, ohne das Rad neu zu packen. Noch nicht fix.


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