Unterwegs / On the road

NorthCape4000: Strom, Licht und Strombudget

Tom · 15.1.2026

NorthCape4000: Strom, Licht und Strombudget
Titelbild: mit Gemini Nano Banana erzeugt (bewusste Übertreibung)

Beim NorthCape4000 2026 (Strecke und Regeln: northcape4000.com) entscheidet auf 3’000 km und vielen langen Tagen Strom mit, ob Navigation und Sichtbarkeit zuverlässig bleiben. Im Setup-Überblick steht die Kurzfassung; hier die konkrete Logik — ohne Nabendynamo an der Roadmachine.

Zum Titelbild: Es ist absichtlich eine KI-Übertreibung — überladenes Cockpit, viele Displays, Kabelchaos und eine provisorisch fixierte Powerbank: genau nicht das Ziel. Hier geht es um ein möglichst cleveres und schlankes Setup; die unten beschriebenen Komponenten (Minix, Nitecore, Lupine, Varia, Rest) sind meine wahre Linie dazu.

Kein Dynamo — und kein Nachrüsten

Die BMC Roadmachine hat keinen Nabendynamo, und das werde ich nicht nachrüsten. Für mein NC4K passt anders besser: Steckdosen nutzen, wenn sie da sind — kombiniert mit sehr kompakter Schnellladung und einer ultraleichten Powerbank.

Minix NEO P3 und Nitecore NB10000 Gen4

In der Rahmentasche liegen bei mir der Minix NEO P3 (100 W, mehrere Anschlüsse — praktisch ein kleines Ladezentrum) und die Nitecore NB10000 (Gen 4): ultraleicht, genug Puffer für eine Nacht im Zelt oder Shelter, bis ich an der nächsten Esspause oder in der Unterkunft wieder voll nachladen kann. Praktisch: Die Nitecore lässt sich gleichzeitig selbst nachladen und trotzdem ein angeschlossenes Gerät versorgen — wenn nur eine Steckdose frei ist, reicht das. So stimmt das für mich — ohne rollende Dynamo-Physik.

Autarkie relativ: eher Bett als Biwak

Vollautark wie bei manchen anderen Formaten muss ich hier nicht sein. Meine Strategie fürs NC4K: möglichst oft in einem «richtigen» Bett schlafen (Ausführlicher: Schlaf, Zelt, Unterkunft). Nächte draussen sind für mich eher Notlösung und selten — dann reicht das Setup mit Powerbank und Mehrfach-Lader umso mehr.

Licht vorne: Lupine Grano SL StVZO an den Aufliegern

Vorne setze ich auf die Lupine Grano SL in der StVZO-Variante — Strassentauglich, kompakt. Sie sitzt perfekt an der Unterseite meiner Zeitfahrauflieger: eine Brücke von 76projects.com mit GoPro-Kompatibilität hält die Montage sauber und stabil (Details zum Cockpit: Rad & Cockpit).

Stirnlampe Petzl — Ersatz und Camp

Als Ersatz und Notlicht ist eine Stirnlampe von Petzl dabei — notfalls auch am Rad nutzbar, im Camp sowieso. Sie ersetzt das Lupine-Strassenlicht nicht dauerhaft, erweitert aber die Optionen, wenn etwas ausfällt oder kurz Licht ohne Lenkerumbau nötig ist.

Rücklicht: Garmin Varia — primär und Backup

Hinten fahre ich mein bewährtes Garmin Varia RearVue 820 (Radar plus Licht). Reserve: das ältere Garmin Varia 515 — wenn eins ausfällt, bin ich nicht ohne Rücklicht und Radar-Komfort unterwegs.

Was sonst noch Saft braucht

  • Navigation: Coros Dura primär, weil er bei mir über mehrere Tage ohne Nachladen durchhält — genau deshalb die Wahl fürs NC4K. Wahoo Roam als Backup; Solar im Freien bleibt zusätzlich Teil des Budgets.
  • Smartphone: Kommunikation, Notfall, Begleit-Apps — lädt über dasselbe Minix/Nitecore-Setup; der Akku gehört ins Budget (oft Oberrohrtasche, schnell griffbereit).
  • SRAM Force AXS: Wechsel-Akkus am Schaltwerk — praktisch auf dieser Logistik (siehe Rad & Cockpit). Zum Lieferumfang der Akkus gehört ein Ladegerät; das kann ich unterwegs auch an der Nitecore betreiben. Zusätzlich liegt ein zweiter Schaltungsakku im Pack — Ersatz, wenn einer leer wird oder defekt ist.

Schalthebel, Blips, Powermeter, Pumpe

Schalthebel und die SRAM Wireless Blips (bei mir an den Enden der Zeitfahrauflieger) laufen auf CR2032 — Ersatz-Knöpfezellen sind dabei.

Powermeter-Pedale brauchen ab und zu Strom — für die gesamte NC4K reicht bei mir ein Ladegang. Laden mit USB-C-Y-Kabel direkt von der Nitecore, z. B. bei einer Pause oder am Abend.

Kurbel: Auf der Roadmachine ist ab Werk ein SRAM Force-Powermeter (einseitig / singlesided) verbaut — AA-Batterien, notfalls überall beschaffbar; für mich sinnvolles Backup neben den Pedalen.

Elektrische Pumpe Cycplus AS2 Ultra: über Nacht nachladen; Pannen oder etwa alle zwei bis drei Tage Luftdruck prüfen und leicht nachpumpen.

Strombudget im Kopf

Frage: Was muss bei Regen, Nacht und müdem Kopf laufen? Licht, Navigation und Handy (Notfall) zuerst; parallel nur laden, was wirklich nötig ist. Vor der Tour testen — nicht erst auf der zehnten Stunde raten.

Mehr zum Rad: NorthCape4000: Rad & Cockpit. Die Serie: Vorbereitung.